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Biel 2009 Dieter Rudloff

Biel 100 km Lauf 2009

Es war eine Schnapsidee von mir anzunehmen mit Bernhard über 100 km dem Mythos von Biel zu plaudern, ohne auch von diesem Virus befallen zu werden.

Es kam wie es kommen musste, die Idee war geboren, das war im Oktober 2008.

Es folgten viele Laufeinheiten wie z.B. die frühen ( 8 Uhr immerhin ) sonntäglichen Runden beim Tiergarten mit dem ebenso verrückten Mario, Bernard und unserem späteren Radbegleiter Christian, sonst als Triathlet unterwegs, deshalb aber nicht weniger fasziniert von diesem 100 km Lauf in Biel.

So gingen die Wochen und Monate ins Land bis zum Tag X, „ die Nacht der Nächte“.
Nun sollte es sich also herausstellen, ob die Trainingseinheiten ausreichten z.B. dem 6.Stundenlauf im März  und meiner fast 1000 Trainingskilometer.

Meine Anreise nach Biel verlief durch den eingeplanten Urlaub, vor und nach Biel, recht angenehm und stressfrei, aber nicht weniger nervös und natürlich war ich in freudiger Erwartung auf meine Leidensgenossen aus Nürnberg.

Nach einer unruhigen Nacht im Wohnmobil war dem Freitag, dem Tag der „ Helden von Biel „ organisatorisches gewidmet, neben Startunterlagen abholen, Klamotten zusammen suchen, Schuhe überprüfen, Verpflegung vorbereiten , stand eine Besichtigung des Startbereiches an und der Orientierung wo und vor allem in welche Richtung geht’s hier eigentlich los?

Als Mario, Bernhard, Christian und Philipp eintrafen, waren es noch 4 lange Stunden bis zum Start, ich fühlte mich inzwischen wie ein Gaul in der Startbox, nach dem Motto „Wann fällt endlich der Startschuss„

Da Bernhard seine Verpflegungspakete zu Hause vergessen hatte, wurde erstmal im Zelt Kraft getankt durch Steak und geschmackvolle Beilagen. Der gute Rat von Bernhard noch etwas Ruhe vor dem Lauf zu finden gelang bei mir nicht ganz, wenn ich mal von einer halben Stunde dösen absehe.

Die Stunde der Wahrheit rückte näher, treffen gegen 21:30 Uhr im Startbereich, kurz noch die Verpflegung an Christian übergeben, sich verabschieden, Philipp einen guten ersten Halbmarathonverlauf wünschen, kümmerte ich mich dann um meine Garmin.

Dann fiel der Startschuss UNSER Lauf hatte begonnen.

Super Eindrücke und Emotionen auf den ersten Kilometern durch Biel, tausende jubelnde Zuschauer säumten die abgesperrten Straßen, viele Kinder die abklatschen wollten, Volksfeststimmung pur  auf deutsch, französisch und italienisch.

Die Nacht verschluckte uns und wir waren mit unseren leuchtenden Stirnlampen wie ein langer Glühwurm im Umland von Biel unterwegs, jeder noch damit beschäftigt seinen idealen Laufryhtmus zu finden.

Die ersten 23 Kilometer spulten wir ab, bis endlich Christian mit seinem Bike zu uns stossen konnte, mit der ersehnten Verpflegung.

Christian unterstütze und motivierte uns wo er konnte und seine Rassel klingt uns heute noch in den Ohren.

Vielen Dank Christian ohne dich wäre vieles nicht so gut gelaufen, auch Deine immer gut gemeinten Witze haben uns wieder aufgeheitert.

Die Stunden und Kilometer flogen nur so dahin, bis ich leider große Atemprobleme bekam und viele Kilometer einige Gänge im Tempo zurückschalten musste.

Bei Kilometer 40 war alles vergessen und wir konnten unseren Nürnberg Express starten, in Reih und Glied, im Gleichschritt und einem guten Tempo holten wir viele Läufer wieder ein und überholten ebenso Teilnehmer aus anderen Ländern.

Der Jubel war groß als Bernhard immer wieder motivierend zu verstehen gab, das Schild mit der 50 km muss hier irgendwo sein, nach der nächsten Kurve vielleicht?, gleich wird es kommen, oder etwa doch noch nicht?

Es kam ganz plötzlich ums Eck, die Freude und der Jubel brach über die Nacht herein, wir stellten fest nun sind wir ja schon wieder auf dem Heimweg, also alles halb so
Schlimm oder ??!

Der gefürchtete ca. 10 km lange Ho Chi Minh Pfad, mit seine vielen Wurzeln,  Steinen, Löchern und Furchen war erreicht und verlangte von Bernhard, Mario und mir volle Konzentration und Kraft, das Ziel möglichst unverletzt durchzukommen. Leider hatte sich Mario hierbei doch verletzt und konnte später nur mit angezogener Handbremse weiterlaufen.

Da Christian mit seinem Bike auch diesen Weg nicht bei uns sein konnte, nickte er kurzfristig am Treffpunkt ein und verschlief fast die Ankunft der „ Helden von Biel „.

Hellwach und gut gestärkt starteten wir im Sonnenaufgang für die nächsten Kilometer, dem Ziel entgegen.

Die angesprochenen Probleme beim Mario verschlimmerten sich zusehens und wir, ganz nach dem Motto „ Gemeinsam sind wir gestartet, gemeinsam kommen wir ins Ziel „ passten uns seinem Tempo an.

Einige Kilometer später machte eine erneute Hiobsbotschaft die Runde, meine kleinen Zehen hatten die letzten 84 Kilometer nicht ohne Schaden überstanden, so dass ich mit Blasen und anderen Problemchen zu kämpfen hatte.
Das Problem konnte ich Dank der Unterstützung von Christian und einiger Pflaster wieder einigermaßen in den Griff bekommen, jedoch war ab diesem Zeitpunkt ein Laufen wie gehabt, nicht mehr möglich.

Also reihte ich mich neben Mario ein und wir absolvierten zusammen mit Bernhard und Christian, die letzten Kilometer bis in das Industriegebiet von Biel.

Hier trennte sich  Christian ein letztes Mal von uns, um im Zieleinlauf hoffentlich tolle Bilder von uns schiessen zu können.

Von weitem hörten wir den Stadionsprecher wie er jeden Teilnehmer persönlich aufrief,
zujubelte, und Ihn für die letzten Meter motivierte und unterstützte.

Dieses Erlebnis alleine lässt jeden Teilnehmer das Gänsehautfeeling in die Glieder schiessen und die Emotionen in einem hochkochen.

Das Ziel rückte für uns näher und auch wenn  die letzten Kilometer schwerfällig waren,  mobilisierten wir nochmal alle Kräfte und stimmten uns ein für den Zieleinlauf des Nürnberger Express.

Wie gehabt in Reih und Glied, und im Gleichschritt nahmen wir die letzten Meter unseres Abenteuer Biel in Angriff.

Das verdiente Bad in der Menge , die jubelnden Zuschauer am Straßenrand, die Volksfeststimmung rundum, die Musik, das tolle Wetter und die Erkenntnis über meine persönliche Leistung in der „ Nacht der Nächte“, lies die Strapazen der letzten Nacht vergessen und meinen Emotionen freien Lauf.

Mit Tränen in den Augen und einem super Gefühl erlebte ich meinen Zieleinlauf nach 100 km in einem Freudentaumel aus Glück, Zufriedenheit, Erschöpfung und Dankbarkeit über das Erreichte.

Bernhardt möchte ich danken für die Unterstützung vor und während des Laufes, für seine Motivation und seine hilfreichen Ratschläge, Mario und Christian sind zwei ganz tolle Typen, die es Wert sind nochmal in Biel, als das Team des Nürnberger Express anzutreten in 2010.

Herzlichen Glückwunsch möchte ich auch dem Philipp sagen zum ersten erfolgreich gefinishten Halbmarathon in seiner noch jungen Läuferkarriere.

Euch allen vielen Dank und last but not least einen besonderer Dank meiner Annett, die mich in den Monaten der Vorbereitung immer unterstütze und mich motivierte wenn es mal nicht so gut lief.

Gruß Dieter

Team Never Walk Alone Nürnberg vor dem Start

von links: Dieter Rudloff, Mario Pfennig, Christian Cullmann, Bernhard Nuss und Philipp Sauerteig.

Zieleinlauf Team Never Walk Alone Nürnberg

von links: Dieter Rudloff, Bernhard Nuss und Mario Pfennig.

Team Never Walk Alone Nürnberg

von links: Mario Pfennig, Dieter Rudloff, Bernhard Nuss, Christian Cullmann und Philipp Sauerteig.