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Lfd. "Ultra-Triathlon-Saisons" 2012-2020

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Meine Tour de France (Fr. 7. - Mo, 10.11.2008)

Meine 72 Stunden-Tour de France ist zu Ende. Es war eine anstrengende Tour aber ein unvergesslich schönes Erlebnis.

Los ging's am Freitagfrüh um 6 Uhr mit dem Bus.... von Nürnberg über Bregenz, Chiasso... Lugano... Milano... vorbei an Genua, Richtung Cote dÀzur... bis Cannes, zu unserem Hotel, das wir gegen 18:30 Uhr erreichten. Nach so langer Fahrt war Tiefschlaf vorprogrammiert.

Am Samstag lachte uns schon morgens die Sonne von einem strahlend blauen Himmel zu. Nach dem Frühstück ging's mit dem Bus nach Nizza... praktisch unsere Marathonstrecke im Rückwärtsgang. Es war überwältigend... wir glaubten zu träumen... strahlender Himmel... tiefblaues Meer... Palmenalleen... farbenprächtige Häuser und Pflanzen... am Horizont schneebedeckte Berge... fröhliche Menschen überall. Nicht zu fassen: hier dürfen wir morgen laufen !

Unterweges stieg dann am Airport unser Nürnberger Bürgermeister zu, ebenfalls ein Marathonläufer. Die ganze Tour fand nämlich im Rahmen der Städtepartnerschaft Nürnberg-Nizza statt. Wir bekamen das in der Folgezeit angenehm zu spüren... wurden bei der Startnummernabholung bevorzugt behandelt und anschließend vom Nizzaner Bürgermeister zu einem Stehempfang in's Spielkasino eingeladen. Fröhliche Stimmung!

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Ich erkundete per pedes die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Nizzas... das Moderne Museum, farbenprächtige Parkanlagen, den Altstdtmarkt und schlenderte durch die basarähnlichen engen, verwinkelten Gässchen. Gegen Abend gings dann mit dem Bus zurück zum Hotel. Sehr bald kehrte an diesem Abend Ruhe ein, denn...

...am Sonntag hieß es gegen 5 Uhr - Aufstehen!! Wieder erwartete uns ein strahlender Morgen, "Hoffentlich wird's nicht zu heiß", waren meine Bedenken. Um 6:45 Uhr Bustransfer nach Nizza. Dort machten sich dann um 8:45 Uhr auf der Strandpromenade 20.000 Läuferbeine (auch die 4 Bürgermeisterbeine von Nürnberg und Nizza) auf den Weg nach Cannes. Es war ein Genuss, durch diese paradiesische Gegen zu laufen... bis auch einige deftige Steigungen in Antibes zu bewältigen waren. Diese haben wir wohl am Vortag vor lauter Euphorie total übersehen. Ja - die km zwischen 24 und 27 hatten es in sich. Doch die herrlichen Ausblicke ließen keinen Gedanken an's Aussteigen aufkommen. Irgendwann fand ich auch meinen Rhythmus wieder und überquerte um 12:20 Uhr abgekämpft aber locker und fröhlich die Ziellinie am Hafen von Cannes. Meine Erholungsphase war wie gewohnt recht kurz. Ich verspürte keinerlei Substanzverlust.

Nach Umkleiden in unserem nahe dem Ziel geparkten Bus ließ ich mich ein halbes Stündchen am Badestrand nieder und schaute dem illustren Treiben zu. Ganz in's Wasser konnte ich mangels fehlender Badesachen leider nicht, doch eine Abkühlung bis zu den Knien ließ ich mir nicht nehmen. Danach noch ein Bummel durch Cannes Altstadt, anschließend mit dem Bus zum Hotel... Duschen... noch ein wenig relaxen... und um 16:30 Uhr Start zur Nachtfahrt Richtung Heimat. Schade, dass es schon sooo früh wieder los ging! Gerne hätte ich den erlebnisreichen Tag hier in dieser wohltuenden Atmosphäre ausklingen lassen.....

Noch unter den faszinierenden Eindrücken des zurückliegenden Tages ging's die Nacht hindurch... immer nicht recht wissend, wie und wohin ich am besten die müden Beine unter dem Bussitz platzieren soll. Irgendwie ist es mir dann doch gelungen und mit etwas gepreßten und wackeligen Knien entstiegen wir früh um 6 Uhr dort, wo wir exakt 72 Stunden vorher unsere Tour de France begonnen hatten... am Sportelände des 1.FC Nürnberg am Valznerweiher... mit vielen überwältigenden Eindrücken im Gepäck!

Inzwischen habe ich mich völlig erholt. Hab die ersten Dienste in unserer Münchener Betriebszentrale geleistet und die ersten lockeren Trainingsläufe absolviert. Null Problemo! Es läuft... und läuft... und läuft... sehrt gut!

Josef Kestel