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Biel 2009 Mario Pfennig

November 2008 - mit dem Nizza Marathon fing alles an.

Ich konnte mich glücklich schätzen dabei gewesen zu sein und sprach Bernhard auf die 100km-Läufe an, die er schon absolviert hat und dass mich das auch reizen würde: und schon war die Sache fix! Seit diesem Zeitpunkt war ich möglichst jeden Sonntag beim Lauftreff, um mit Bernhard, Dieter und den anderen Läufern brav mein Ausdauertraining zu absolvieren. Mit Erfolg! Bereits am 14.3.09 kam es zur Ultra-Laufgeneralprobe beim 6-Stunden-Lauf um einen Vorgeschmack zu bekommen, was uns in Biel so erwartet! Es tat einfach nur weh!

Am 12.6.09 um 12:00 Uhr war es endlich soweit! Nachdem ich eine Woche schlecht geschlafen habe und bis zu diesem Zeitpunkt weder sicher war, was ich anziehen soll, noch was ich an Eigenversorgung mitnehmen soll, trafen wir uns am Sportpark um mit dem Vereinsbus in die Schweiz zu fahren. Christian, Bernhard, Philipp und ich düsten voller Vorfreude was uns dort erwartet nach Biel, um dort Dieter und seine Frau zu treffen, der mindestens genauso aufgeregt war wie ich. Vorort kümmerten wir uns erstmal um unsere Startunterlagen und Christian freute sich tierisch, dass er als COACH bezeichnet die Nacht begleiten darf! Klassisch mit Nudeln gestärkt gingen wir wieder zu unserem zum Glück sehr geräumigen Vereinsbus, um noch ein paar Kräfte zu sammeln. Auch für Phlipp war das die Nacht der Nächte - er stand kurz vor seinem ersten offiziellen Halbmarathon!! Und den gleich in so einem Rahmen! Wahnsinn!

Ab halb zehn standen wir im Startbereich, was meine Nervosität nicht wirklich minderte! Überall hat irgendwas gedrückt und gerieben. Ich hab wohl mindestens 10 Mal meine Schuhe nachgebunden, damit auch alles wirklich perfekt ist.

Dann ging es los: 22:00 Uhr - STARTSCHUSS!!!

Mit Magenkribbeln und erhöhtem Puls lief ich der Nacht entgegen! Tausend Gedanken in meinem Kopf wie "mir ist zu warm - verdammt doch falsch angezogen" oder "misst meine Wade zwickt" begleiten mich die ersten 20 km! Dann stößt Christian zu uns - vollgepackt mit 1000 Lampen, Reflektoren und noch mehr zu essen! Man weiss ja nie - vielleicht verlaufen wir uns ja! Jetzt in diesem Moment hat Phlipp auch bald seinen ersten Halbmarathon in der Tasche - Glückwunsch!

Ein unbeschreibliches Bild sind die reflektierenden Läufer in der Dunkelheit unter sternenklarem Himmel!

Dann treten die ersten Zweifel auf: Werden wir wirklich ALLE gemeinsam finishen? Bernhard klagt über seinen Oberschenkel, der schon einige Tage spinnt und Dieter kämpft auch mit einigen Problemchen wie Seitenstechen und Fussbrennen.

Minuten der Ungewissheit folgen! Laufen, gehen, laufen, gehen....
ca. ab km 40 ist aber wieder alles gut! Wir laufen und laufen und laufen!
Und es fühlt sich gut an.

Einige Zeit später ein Blick auf meine Garmin: km 56! Kurze Panik - was kommt jetzt weiter als das bin ich noch nie gelaufen und beim 6 Stundenlauf hatte ich schon ab km 50 Schmerzen! Aber nichts passiert! Ich laufe einfach! Fast zeitgleich zur Dämmerung betreten wir den Ho chi minh Pfad, hier muss Christian uns leider verlassen, da der Weg zu schmal und zu uneben für die Fahrräder ist. Fast 15 km Wurzeln und Steine erwarten uns. Wir laufen hintereinander, mit dem Blick auf dem Boden. 15 km absolute Konzentration damit keinem was passiert. Leider bin ich trotzdem umgeknickt und lief mit einem leichten Ziehen weiter.

Nach diesen Strapazen hab ich mich so über Christians Anwesenheit gefreut und wir durften eine Getränke- und Speisenauswahl genießen, die seines Gleichen sucht! Die Sonne ist mittlerweile aufgegangen, kein Wölkchen am Himmel und die Sonne scheint wie lange nicht mehr.  Langsam merkt man die Erschöpfung der Nacht. Die Körperspannung lässt nach, man bekommt die Beine nur schwer hoch und mein Knie sackt permanent weg. Mittlerweile sind wir auf dem Weg zur magischen 90km-Markierung! Dann nur noch 10km - dann ist es geschafft! Leider mussten wir ab diesem Punkt feststellen, dass nichts mehr ging und so walkten wir fast den ganzen Rest Richtung Ziel.

Im Industiegebiet angekommen hörte man schon den Moderator, der die anderen Läufer empfing. Ich hatte einen Klos im Hals und ab diesem Zeitpunkt musste ich schwer mit den Tränen kämpfen. Vor dem Zielbereich nahmen wir wieder unsere Formation an und trabten leichten Fusses UNSEREM Ziel entgegen! Der Sprecher nannte einzeln unsere Namen und den Verein und es war einfach ein absolut überwältigendes und unbeschreibliches Gefühl!
Ab hier konnte ich mich nicht mehr halten und die Tränen liefen vor Freude, Glück und Erleichterung!
Voller Stolz, dass WIR gerade 100km gelaufen sind nahmen wir uns in den Arm und feierten uns selbst. Philipp, Annette und Christian warteten schon und machten fleissig Fotos und ein Zielvideo!

Ab jetzt spürte ich wie sehr ich erschöpft und am Ende war! Ich merkte den Schlafmangel und die Strapazen am Körper! Aber das war es absolut wert! Ein unbeschreibliches Erlebnis, dass ich ohne die Jungs so nie geschafft hätte!

Danke Bernhard, Dieter, Christian und Philipp für dieses Ereignis!

Mario Pfennig

Team Never Walk Alone Nürnberg vor dem Start

von links: Dieter Rudloff, Mario Pfennig, Christian Cullmann, Bernhard Nuss und Philipp Sauerteig.

Zieleinlauf Team Never Walk Alone Nürnberg

von links: Dieter Rudloff, Bernhard Nuss und Mario Pfennig.

Team Never Walk Alone Nürnberg

von links: Mario Pfennig, Dieter Rudloff, Bernhard Nuss, Christian Cullmann und Philipp Sauerteig.