Nordic Walking Präventions Urkunde
Nordic Walking Präventionskurs
Präventionskurse
Seit dem 1.1.2000 sind die gesetzlichen Krankenkassen sogar dazu verpflichtet, in die Gesundheitsprävention ihrer Mitglieder zu investieren. Momentan empfiehlt der Gesetzgeber 2,74 Euro je Versicherten auszugeben. Laut dem aktuellen Präventionsbericht der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gaben die Kassen im Jahr 2006 insgesamt 232 Mio. Euro für Prävention aus, das waren durchschnittlich 3,30 Euro pro Kassenmitglied. Das klingt nicht viel, für den Einzelnen können aber dennoch mehrere Hundert Euro im Jahr herausspringen. Die Krankenkassen sponsern alles Mögliche vom Nordic-Walking-Urlaub bis zum Yogakurs. Wird der Gesundheitskurs von der Kasse selbst oder einem Kooperationspartner geleitet, zahlt sie sogar teilweise die kompletten Kursgebühren. Ansonsten übernimmt die Kasse in der Regel 80 Prozent der Gebühren.
Dennoch gibt es immer wieder Streit, was unter Prävention fällt und was nicht. Im fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) ist festgelegt, dass "Leistungen zur Primärprävention den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern sollen". Zudem müssen die Kurse von Sportwissenschaftlern, Krankengymnasten oder lizenzierten Übungsleitern betreut werden. Hat ein Versicherter jedoch den Eindruck, dass ihm ein Zuschuss ohne guten Grund verweigert wird, kann er sich beim Bundesversicherungsamt beschweren.
Erfolgsbonus von bis zu 200 Euro
Da Bonuspunkte und Kurszuschüsse anscheinend noch nicht ausreichen, um die gesetzlich Krankenversicherten zu besseren und gesünderen Menschen zu machen, zahlen einige Kassen ihren Mitgliedern zusätzlich einen Erfolgsbonus, wenn sie sich besonders vorbildlich verhalten. Bei der Barmer winken etwa 70 Euro pro Jahr, wenn es einem Versicherten gelingt, seinen Body-Maß-Index, Blutdruck, Blutzucker und sein Cholesterin im Normbereich zu halten. Auch die Deutsche BKK belohnt Mitglieder, die nicht rauchen, sportlich aktiv und normal gewichtig sind mit einem finanziellen Bonus. Je nachdem wie lange der Versicherte schon "gesund" lebt, winken ihm 100 bis 200 Euro jährlich.
Die Vorsorge hat es sogar in die Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung geschafft. Diese sieht vor, dass die Prävention zu einer eigenständigen Säule der gesundheitlichen Versorgung ausgebaut wird. Aktuell liegt der Entwurf für ein Präventionsgesetz jedoch auf Eis, da sich Union und Sozialdemokraten nicht über Details einig werden. Streitpunkt ist, ob die Gelder wie bisher von den Kassen selbst oder staatlich verteilt werden sollen.
Fragen rund um die gesetzliche Krankenversicherung und das deutsche Gesundheitssystem beantwortet das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums unter 01805/996601 (Fragen zum Versicherungsschutz) und 01805/996602 (Fragen zur gesetzlichen Krankenversicherung) für 14 Cent pro Minute aus dem Festnetz.








































































