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Team Never Walk Alone Nürnberg

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Biel 100 Km 2011

Persönliches Fazit:

Es war wohl die entspannteste Biel-Reise, die ich ja schon zum 4. mal gemacht habe, so zumindest auf dem Papier. Wir hatten ein tolles Team zusammen bekommen mit den zwei Fahrern, Heidi und Ernst-Wilhelm Kues, unserem Radbegleiter Birger Korb, dem alten „Ultrahasen“ Jürgen Reinert sowie den Debütanten Karlheinz Langner und Günter Gesell. Am Donnerstag vor Biel hatte sich noch Volker Dittmar von den Fürther Nachrichten, mit dem ich schon 2008 die 100 Km und am nächsten Tag den Metropolmarathon gelaufen bin, bei uns eingeklinkt.

Die Fahrt in die Schweiz ging den Umständen halber (viele Baustellen) recht gut über die Bühne, bis auf den Wermutstropfen, dass ab Basel, ein uns noch lange belastender Umstand, nämlich Regen über Regen einsetzte. Kurz vor dem Ziel habe ich dann das Steuer übernommen und mit etwas Ortskenntnis hatten wir dann einen Parkplatz ca. 200 Meter von der „Ultramarathon Expo“ entfernt gefunden.

Im Zelt haben wir dann viele Bekannte Läuferinnen und Läufer, auch aus der Heimat getroffen und sogar ein französischer „Facebook-Freund“ hat mich angesprochen - die Welt ist halt klein in der „Ultramarathon-Gemeinde“. Wir haben unsere Startunterlagen geholt, etwas gegessen und getrunken,  dann zurück zum Auto zum Umziehen und ganz gemütlich und uns ohne Hektik in den Startbereich begeben. Es stand ja noch die Verabredung mit unserem Ehrenmitglied Wigald Boning an. Lange hat es auch nicht gedauert und Wigald stand in der Startaufstellung vor uns und nach einer freundlichen Begrüßung wurden sofort „gemeinsame Strategien“ für den Lauf diskutiert. Mit den üblichen „Gähnattacken“ ging es auf 22 Uhr zu und prompt mit dem Startschuss fing auch der Regen an, der uns die ganze Nacht noch begleiten sollte. Bereits nach 5 Km warfen wir den im Startbereich besprochenen gemeinsamen Lauf mit Wigald über den Haufen, aber dazu später mehr. Wir mussten einfach unser eigenes Tempo finden, bei einem solchen Lauf das Wichtigste, das es zu beachten gibt.

Die nächsten 15 Km waren wir immer noch viel zu schnell gelaufen und schon sehr früh bekamen wir die Rechnung, denn Karlheinz bekam erste Probleme, für deren Lösung ich fast weitere 20 Km benötigte. Nach Überschreitung der Marathon-Distanz ist aber alles so eingetreten wie ich es Günther und Karlheinz versprochen hatte. Es lief sozusagen bis Km 65 wie geschmiert. Den Ho-Chi-Minh-Pfad hatten wir schon bei Helligkeit wie nichts durchlaufen, um uns auf den nächsten, sehr zähen, 10 Km wieder mit einsetzendem Regen auf die 75 Km Marke zuzubewegen. „Jetzt sind es ja nur noch fünfundzwanzig Kilometer“, der übliche Spruch am Schild entlockte meinen beiden Begleitern zwar noch ein Lächeln, aber Lachen war das schon nicht mehr. Nun begann also meine Arbeit als Zugmaschine. Immer nur noch die nächsten 5 Km als Ziel setzen, Gehpausen, die auch unser Radbegleiter solidarisch mitgegangen ist mit einbauen, Geschichten erzählen, Motivieren und alles was sonst noch dazu gehört. Ab Km 95 bekam ich Probleme mit meiner Schienbeinmuskulatur und jedes Anlaufen nach einer Gehpause wurde beschwerlicher. Das Positive an der Geschichte ist aber, dass zu dieser Zeit schon im Kopf der Lauf eigentlich gelaufen ist, denn es sind ja nur noch ein „paar Meter“, um das ersehnte Ziel zu erreichen. So wurde schließlich Km 99 erreicht und Birger hatte auf dem Rad noch schnell vorher die Kamera ins Ziel gebracht, um beim besagten Schild das obligatorische Bild zu schießen. Alle noch vorhandenen oder auch nicht mehr vorhandenen Kräfte wurden jetzt mobilisiert, um den letzten Kilometer zu schaffen. Kurz vor dem Zieleinlauf hatte sich Ernst-Wilhelm postiert um ein paar Meter mit zu laufen und so kam endlich nach über 13 ½ Stunden der „Walk of Fame“ über die Ziellinie.

Im Ziel wurden wir von unserem ganzen Team gefeiert: Volker, der AK Zweitplatzierte mit 9:31, Jürgen mit ca. 11:44 (genau weiß man es nicht, da er seine Startnummer mit Chip unterwegs verloren hatte), Birger unser Radbegleiter und Heidi und Ernst-Wilhelm, die filmten und fotografierten, haben uns in die Arme genommen und beglückwünscht. Es ist immer wieder ein ergreifender Moment nach 100 Km durchs Ziel zu schweben.

Das „Never Walk Alone Nürnberg-Biel Team“ war ein tolles Team und nach ein paar Tagen „Kopfpause“ relativierte sich die Aussage nach dem Zieleinlauf, ob ich in der Schweiz noch mal starten will, wieder ins Positive. Biel ist immer eine Reise wert und ich habe ja im Verein schon den Einen oder Anderen über solche Überlegungen reden hören.

Unsere Debütanten

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Mit Günther Gesell und Karlheinz Langner standen ja zwei Kandidaten schon 2010 auf dem Plan, der jedoch wegen des Metropolmarathons auf 2011 verschoben wurde. Da beide erfahrene Marathonläufer sind, war auch die Trainingsaufgabe an beide relativ einfach. Viele lange Läufe, ein Sechsstundenlauf mit anschließenden zwei Stunden am darauf folgenden Tag, wurden als Hausaufgabe gestellt. Ich selbst hatte wohl die schlechteste Vorbereitung auf einen 100 Km Lauf, legte mir aber im Kopf zurecht, dass sich mein Körper schon an alles erinnern würde und die Streckenkenntnis meiner dreimaligen Biel-Teilnahmen auch ein wertvoller Schatz sei, der uns helfen würde.

Was soll ich viel sagen? Karlheinz und Günther waren wohl die pflegeleichtesten Debütanten, die ich über diverse Strecken gezogen habe. Mit relativ einfachen Mitteln die mir zur Verfügung gestanden haben, haben beide ohne richtig große Schwierigkeiten ihren ersten 100 Km Lauf gefinisht. Ich sage das deshalb so deutlich, weil ich auch schon ganz andere Aktionen erlebt habe.

Mit beiden war und werde ich noch auf der ganzen Welt zusammen zum Laufen unterwegs sein und das nächste Ziel unserer gemeinsamen Aktivitäten hat längst einen Namen: „New York-Marathon 2011“ wir kommen! „You never walk alone“

Unser Ehrenmitglied

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Wigald Boning:

Besonders hat es mich gefreut, dass die Verabredung mit unserem Ehrenmitglied Wigald Boning so geklappt hat wie wir es besprochen hatten. Ich konnte mich, mit vielen Unterbrechungen durch Fotowünsche anderer Läufer und Läuferinnen, schon recht gut in der Startaufstellung mit ihm unterhalten und die Ziele des Vereins in Bezug auf die Gewaltprävention erklären. Wigald ist ja schon seit Gründung des Vereins Ehrenmitglied und verfolgt auch im Rahmen seiner Zeit unsere Aktivitäten. Schon damals sagte uns Wigald seine Unterstützung für einen Benefizlauf zu, den er für uns mitmachen würde und bestätigte diese Absicht auch noch mal in Biel.

Der Wunsch, die 100 Km gemeinsam zu laufen, stellte sich schon auf den ersten Kilometern als unrealistisch dar, denn ich konnte Wigald nicht zu einem etwas langsameren Tempo überreden. Seine Aussage „mein Akku reicht nur für 12 Stunden und was ich am Anfang verliere, hol ich später nicht mehr auf“, mussten wir akzeptieren und ich kann das absolut nachvollziehen.

Bei Km 5 verabschiedeten wir uns dann von Wigald mit den besten Wünschen seine Zielzeit von ca. 12 Stunden zu erreichen. Wigald meinte noch scherzhaft in seiner unnachahmlichen Art: … „ich sitze dann mal bei Km 75 im Straßengraben, warte auf euch und ihr könnt mich dann mit ins Ziel schleppen.“ …

Er finishte dann aber tatsächlich in 11:43 und somit genau in seiner Wunschzielzeit. Gratulation Wigald.

Biel 100 Km Team Never Walk Alone Nürnberg 2011

Team Never Walk Alone Nürnberg "Biel 2011 Mannschaft": Jürgen Reinert, Heidi Kues, Günther Gesell, Bernhard Nuss, Karlheinz Langner, Birger Korb, Ernst-Wilhelm Kues und Volker Dittmar.

Debütanten

Günther Gesell, Bernhard Nuss und Karlheinz Langner bei Km 56

Wigald Boning

Bernhard Nuss und Wigald Boning

Unser "Bester"

Volker Dittmar AK Platz 2 mit 9:31:39

Ergebnisslisten

Urkunde Karlheinz

Urkunde Günther