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Marion und Ragnar Mahn

“Nizza-Marathon“ 2009 oder die letzte Etappe vor dem Nürnberger Christkindlesmarkt

Einleitung:

Eigentlich hatte ich nicht vor, einen Artikel über den “2. Marathon des Alpes-Maritimes“ von Nizza nach Cannes zu schreiben.

Nachdem mich jedoch einige Teilnehmer auf meinen letztjährigen Artikel angesprochen hatten und betonten, sich hierdurch animiert und motiviert gefühlt zu haben, an der diesjährigen Auflage teilzunehmen, beschloss ich, auch 2009 einen kurzen Bericht zu verfassen.

In einer Gesellschaft, in der Bewegung immer mehr in den Hintergrund gedrängt und unpopulärer wird, spornen mich solche Aussagen an, um Menschen für Sport zu mobilisieren.

Fakten:

Am Freitag (06.11.2009) fanden sich ab 5.30 Uhr knapp 70 “Lauf-Verrückte“ auf dem Parkplatz des 1. FC Nürnberg ein, um - im Zuge der Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Nizza mit einer vom Nürnberger Verein “Never Walk Alone“ organisierten Laufreise - zum “2. Marathon des Alpes-Maritimes“ von Nizza nach Cannes am 08.11.2009 zu reisen. Diese Gruppe war auch diesmal wieder sehr heterogen - sie setzte sich aus vereinsmäßig Organisierten, extrem ambitionierten Hobbyläufern, Freizeitsportlern und etwa einem Drittel Marathondebütanten zusammen.

Pünktlich um 6.00 Uhr bestieg die Läuferschar zwei von “Lemmi‘s“ Bussen, auf ausdrücklichen Wunsch des Chef-Organisators Bernhard Nuss, getrennt nach “Erst-Marathonis“ und bereits marathonerprobten Sportlern.

Nach einer anstrengenden 13-stündigen Fahrt quer durch Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich) trafen wir - kurzfristig umorganisiert - circa gegen 19.00 Uhr im “Musée Masséna“ in Nizza ein, wo gerade eine Veranstaltung anlässlich des 55-jährigen Städtepartnerschaftjubiläums endete und die Gruppe - ziemlich “underdressed“ - als “Clou“ präsentiert wurde. Nach kurzem Umtrunk mit Imbiss fuhren wir in das vom letzten Jahr bereits bekannte Hotel “Ibis“ in Cannes/Mandelieu weiter. Hier wurde uns ein freundlicher, unkomplizierter Empfang bereitet und wir bezogen sofort alle schöne Zimmer.

Danach stand noch ein gemeinsames 3-Gänge-Menue in einer nahen Brasserie auf dem Programm.

Nach einem reichhaltigen köstlichen Frühstück brachten uns “Lemmi‘s“ Busse am Samstag nach Nizza zur Läufermesse.

Wie im vergangenen Jahr begrüßten uns die Verantwortlichen richtig nett und behandelten das Team bevorzugt. Die komplette Gruppe wurde zu einem separaten Schalter geleitet, wo alle Läufer sofort ihre Startunterlagen erhielten - im Gegensatz zu den “normalen“ übrigen Teilnehmern, die sich in langen Warteschlangen einreihen mussten.

Der Rest des Tages stand den Nürnberger Startern zur freien Verfügung. Während es einige Läufer vorzogen, sich Nizza ausgiebig anzuschauen und teilweise vor Ort zu Abend aßen, zog es eine kleine Gruppe (unter anderem Marion und ich) vor, nicht bis zur Abfahrt des Busses um 19.00 Uhr zu warten, sondern vorzeitig mit dem Zug zurückzufahren, um die “Henkersmahlzeit“ in Mandelieu einzunehmen.

Im Gegensatz zum Vorjahr (als der Startschuss erst um 8.45 Uhr fiel) wurden die etwa 8.000 Starter (etliche bereits angemeldete Läufer hatten aus Angst vor der Schweinegrippe kurzfristig abgesagt) diesmal bereits um 8.00 Uhr auf die Strecke geschickt. Für das Nürnberger Team, bedeutete dies, Frühstück zur “unchristlichen Zeit“ von 5.00 und Abfahrt um 5.45 Uhr.

Auf der Fahrt beschäftigte sich der Bus mit den bereits marathonerprobten Läufern (in dem wir saßen) praktisch ausschließlich mit den Temperaturen, dem hoffentlich ausbleibenden Regen und wie man sich bei diesem Wetter zu kleiden hätte. Um es vorwegzunehmen - es blieb trocken und das Gros der Läufer starte komplett “in kurz“.

Im Startbereich angekommen (wieder genossen wir Sonderrechte und fuhren mehr oder weniger direkt bis zum Start vor) wurden noch etliche Mannschaftsfotos gemacht. Danach hatten alle Läufer noch ausreichend Zeit, sich individuell auf den Lauf vorzubereiten.

Pünktlich um 8.00 Uhr erfolgte bei frischen 8-10 Grad der Startschuss. Während die “Top’s“ und VIP’s (wie der 3. Bürgermeister Dr. Clemens Gsell, IHK-Präsident Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst und Cheforganisator sowie Vorsitzender von “NWA“ Bernhard Nuss) im vorderen Bereich des Feldes starteten, liefen die “Marathonanfänger“ und ein paar langsamere Läufer mit Marion und mir als “Vereinsbannerträger“ auf die 42,195 km lange Strecke.

Da sich die Laufroute im Gegensatz zum letzten Jahr kaum verändert hat, gehe ich lediglich auf Neuerungen ein.

In “Villeneuve-Loubet“ wurden zwei Schleifen “eingebaut“. Die erste führte durch ein nettes Wohngebiet mit Einfamilienhäusern, in dem etliche (teilweise) überraschte Anwohner die Läufer tatkräftig anfeuerten.

Die zweite Schleife hatten die Sportler vor dem terassenförmigen Gebäude “Marina Baie des Anges“ zu absolvieren. Speziell an diesem Abschnitt war die Stimmung der vielen Zuschauer überragend - nicht zuletzt auch aufgrund einer Eventbühne mit Musik.

Diese zwei Schleifen ersparten den Marathonis dafür einen kleinen “Umweg“ in Cannes über Kopfsteinpflaster - der letzte Saison noch etliche Läuferbeine malträtierte.

Im Ziel erhielten die glücklichen Starter - wie im letzten Jahr auch - ihr Finisher-Shirt mit Medaille. Nachdem die Kleidersäcke abgeholt waren, konnten sich die erfolgreichen Teilnehmer mit “köstlichem“ Wasser, Isogetränken, Orangen, Bananen und Nudeln wieder aufpäppeln.

Im Anschluss pilgerten die Teilnehmer der “Nürnberger Delegation“ zu den bereits wartenden Bussen, wo sie ihren Augen kaum trauen konnten: Zur Überraschung der Sportler hatte Bernhard Nuss Saskia und Oliver von Neuenkirchen vom “Reha-Zentrum Neuenkirchen“ aus Nürnberg einfliegen lassen. Die beiden hatten bereits ihre Massageliegen aufgebaut. Nachdem die “Finisher“ komplett und alle Muskeln “durchgeknetet“ waren, brachten uns “Lemmi‘s“ Busse wieder ins Hotel.

Nach einer ausgiebigen Dusche traf sich die Mannschaft zum gemeinsamen Abendessen beim Italiener.

Am Montag konnte das Team von “NWA“ ausschlafen und ausgiebigst frühstücken.

Im Anschluss daran wurde das Gepäck in den Bussen verstaut und alle Teilnehmer in das Sportoutlet “Decathlon“ gefahren, wo leider lediglich 30 Minuten “Power-Shopping“ (treffende Wortkreation von Sascha) angesagt war, da die Busfahrer ihre Lenkzeiten nicht überschreiten durften. Aus diesem Grund spielten sich im Kassenbereich turbulente Szenen ab ……………

In der Folge hatte jeder Teilnehmer noch individuell vier Stunden Zeit, sich Cannes anzusehen. Nachdem der anfängliche Nieselregen schnell der Sonne wich, war dies ein herrlicher Ausklang der Reise an die Côte d´Azur.

Um 16.00 Uhr begann die Heimreise, welche um 5.00 Uhr wieder auf dem “Clubgelände“ in Nürnberg endete.

Allgemeine Gedanken:

Die Organisation der Reise durch Bernhard Nuss und Karl Schröder war - wie schon im Vorjahr - bestens. Merci bien!

Sehr positiv empfand ich, dass der Wunsch aller Teilnehmer nach einem “Verlängerungstag“ (im Gegensatz zum Vorjahr) aufgegriffen worden war.

Lediglich der Informationsfluss (zwischen den beiden Bussen) hätte besser klappen können.

Das Hotel war wieder prima gewählt und die Angestellten - im Gegensatz zu 2008 - extremst freundlich und hilfsbereit.

Der eigentliche Marathon war wirklich klasse: Tolle deutlich verbesserte Streckenführung, relativ viele Zuschauer, zahlreiche und freundliche Helfer an den gut organisierten und ausgestatteten Verpflegungsständen - nur isotonische Getränke bereits vor Kilometer 20 wären wünschenswert gewesen. Und - es ist für einen Marathon dieser Kategorie mehr als traurig, dass bei einer derartigen Veranstaltung im Ziel keinerlei antialkoholisches Bier bzw. Weizen zu bekommen ist.

Weiterhin sollten sich die Organisatoren darüber Gedanken machen, ob man nicht - im Anschluss an den Sportlerbereich - ein öffentliches Areal einrichtet, in dem sich Läufer und Zuschauer gemütlich zusammensetzen können. Zu monieren ist außerdem - die in meinen Augen - viel zu frühe Startzeit von 8.00 Uhr!

Generell muss aber klar gesagt werden, dass die eigentliche Laufstrecke wirklich richtig schön und abwechslungsreich ist!

Mein Lauf:

Da ich 2009 bereits zwei Marathonveranstaltungen absolviert und nie problemlos überstanden hatte (in Fürth “brach“ eine alte Hüftverletzung wieder auf, so dass ich mich 17 Kilometer bis ins Ziel quälte - vor Berlin hatte ich in den letzten Wochen vor dem Marathon deutlich zuviel trainiert, was mir ab Kilometer 30 erstmals in meiner “Läuferkarriere“ Krämpfe und damit verbundene Dehn- und Gehpausen “einbrachte“), war ich bereits kurz davor, den Nizza-Lauf abzusagen. Außerdem wäre ich viel lieber mehr Rennrad gefahren oder bei weiteren Triathlonwettbewerben gestartet, anstatt für einen dritten Marathon in diesem Jahr zu trainieren.

Lediglich Marion war es zu verdanken, dass ich trotzdem startete - im Nachhinein gesehen, war ich froh, auf sie gehört zu haben!

Aufgrund deutlicher Trainingsreduktion (nachdem ich vor dem Berlin-Marathon übertrainiert war, musste ich jetzt natürlich deutlichst reduzieren, um meinem Körper die Regeneration zu ermöglichen) und fehlender Motivation, beschloss ich den Marathon bis Kilometer 30 als “Sightseeing-Tour“ zu nutzen und danach zu sehen, was noch “geht“. Aus diesem Grund lief ich den Kurs in einem sehr langsamen Tempo, so dass ich Lauf sowie Landschaft, Orte und Stimmung genießen konnte. Somit waren auch etliche Fotostops von Marion kein Thema.

Lediglich ab Kilometer 30 bekam ich erhebliche Knieschmerzen, so dass ich zwar phasenweise einen Puls von nur 118 hatte, aber aufgrund der Schmerzen (die mir im Ziel kurzfristig “Wasser in die Augen trieben“) trotzdem nicht schneller laufen konnte. Nach dem Finish und ein paar Minuten Ruhe ging es mir jedoch wieder bestens - selbst der “Fußmarsch“ zu unserem Hotelzimmer in der 5. Etage stellte keinerlei Probleme dar.

Unter den vorgenannten Umständen war ich auch mit meiner “grandiosen“ Zeit nicht unzufrieden.

Resumee:

Nizza bzw. Cannes sind definitiv immer eine Reise wert und auch der Marathon ist sehr zu empfehlen!!!

Bis auf eine Teilnehmerin unserer Gruppe, die unter etwas dubiosen Umständen (aufgrund von Sprach- und Kommunikationsschwierigkeiten!?) frühzeitig aus dem Rennen “genommen“ wurde, haben alle “Neulinge“ die Distanz gut absolviert (die “erfahreneren“ Marathonis selbstverständlich auch). Glückwunsch allen Finishern zu ihrer Leistung!!!

Dies verdeutlichte mir wieder einmal, dass jeder gesunde Mensch, der regelmäßig unter Anleitung trainiert (möglichst in einem Verein wie z. B. “NWA“), einen Marathon absolvieren kann.

Dies sollte Motivation genug sein, sich als Unentschlossener auch an diese Distanz zu wagen!!!!!

Zu uns:

Bis Ende November werden Marion und ich erst einmal eine kleinere Regenerationspause einlegen, ehe wir auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt Glühwein-, Lebkuchen- und Bratwurstbuden “unsicher“ machen.

Danach ist als Jahresabschluss der 10-Kilometer-Silvesterlauf am 31.12. vom “Team Klinikum Nürnberger“ “angesagt“, ehe wir 2010 laufmäßig wohl etwas kürzer treten, da wahrscheinlich die Zeit knapp wird, nachdem ich - neben mehreren Handball-Trainer-Scheinen (die ich bereits seit vielen Jahren “besitze“) - im Frühjahr auch an einer Ausbildung zum “Kraft- und Fitnesstrainer“ teilnehmen werde - natürlich mit Marion zusammen.

Zusätzlich werden wir unser sportliches Hauptaugenmerk verstärkt auf Triathlon (aufgrund des abwechslungsreicheren Trainings) verlagern, vor allem auch, weil Marion für den “Challenge“ in Roth eine Staffel gemeldet hat, in der eine Freundin die 3,8-Kilometer-Schwimmstrecke, sie den Marathon und ich die 180 Kilometer lange Radstrecke absolvieren möchten.

Wer uns jedoch etwas kennt, weiss, dass wir praktisch immer zusammen “sporteln“ und dementsprechend beide wohl auch ordentlich laufen, so dass es schon möglich sein kann, dass im Herbst 2010 wieder “Marathon-Time“ ist ………………

 

“Wickie“ Ragnar Mahn, Nürnberg

 

Massage nach dem Marathon

Sigrid und "Wickie"

Marion´s Lieblingsturm

in "Cagnes-Sur-Mer"