Translate the page into your language

"Geburtstagskinder"

Mitglieder - Geburtstags Glückwunsch am 26.05.

Lfd. "Ultra-Triathlon-Saisons" 2012-2018

Lfd.

NWA-Triathlon-Partner

NWA-Triathlon-Partner

Interessante Links und NWA-Partner-Seiten

Interessante Links und NWA-Partner-Seiten

Zu unserer Übersicht aller Videos hier klicken!

Wenn der Berg ruft

Zum Vergrössern anklicken

Man muß sich vom Berg schon eingeladen fühlen, um eine derartige Herausforderung anzugehen. So bin ich also dieser Einladung gefolgt und stand am Spätnachmittag des Dreikönigtages im 18er Jahr im Zielraum der Hannes-Trinkl-Weltcupabfahrtspiste im oberösterreichischen Hinterstoder und durfte den Blick nach oben richten. Vor mir lag / stand die beim Vertical Up Auftakt zu bewältigende Strecke, mit einer Länge von knapp 2.800 m und einem Höhenunterschied von gut 760 m. Trotz der turbulenten Stimmung ging ich zusammen mit etwa 165 Startern, innerlich ruhig und gelassen, nach einem Kanonenschuss um pünktlich 17:30 Uhr, an den Start. Die Laufgemeinschaft rannte Anfangs gemeinsam im Licht ihrer Stirnlampen den Berg hinauf, dem Dunkel des Abends entgegen. Das erste Drittel der Strecke war für mich, auf gut machbaren Steigungen (etwa 35 - 40%), versehen mit kleineren Abstufungen, zügig und mit voller Erwartung zu bewältigen. Nun ging es über den sog. Sturmhang zum Kanonenrohr, welche wohl der Lauftour "Vertical Up" zu ihrem Namen verholfen haben. Bei der fast 60% Steigung auf eisfestem Untergrund, Wind und leichtem Schneefall konnte ich mich, trotz der Steigeisen und des kraftvollen Stockeinsatzes, nicht mehr halten und versuchte deshalb über seitliches, traversenartiges Gehen mein Glück an den Randbereichen der Piste. Dort sorgte jedoch pulverisierter Tiefschnee für eine neue haltlose und kräfteraubende Herausforderung. Zwischenzeitlich hatte sich das Läuferfeld weit auseinander gezogen und die Lichtpunkte der Ersten waren wohl kaum mehr zu sehen. Es kehrte Ruhe ein, kaum ein Wort mehr zu hören und Jeder suchte nur nach seinem Weg, bis dann der Schrei nach der Bergrettung laut und somit der Unfall eines Mitläufers angezeigt wurde. Zwischenzeitlich hatte ich einen Tourenskigänger überholt und mich einer kleinen dreiköpfigen Gruppe angeschlossen. Eine erfahrene Vertical Up Läuferin ging mir Schritt für Schritt voraus und half mir somit, gefolgt von einem weiteren mehrfachen Vertical Upler diesen langgezogenen Steilhang, ohne jegliche terrassenartige Unterbrechung, zu überwinden. Nach diesem Extrem konnte ich wieder Kräfte sammeln und auf weiteren, mir sehr gelegenen, Aufstiegen meinen Rhythmus finden, der mich von nun an unaufhaltsam weiter nach oben brachte. Es gelang mir sogar mich von der besagten Dreiergruppe abzusetzen und diese somit anzuspornen, was mir dann im Zielraum dankend mitgeteilt wurde. Noch vor der Querung der Seilbahn und weiterem lauthalsen Zuspruch aus den Gondeln und von der Strecke, hatte ich das Gefühl nicht mehr aufzuhalten zu sein. So konnte ich nach dem Erlaufen der Zielbergkante, voller Freude, die etwa 200 m auf das hell ausgeleuchtete, leicht bergabliegende Ziel zulaufen, was vom Zielsprecher mit einem Lob für den leichtfüßigen Lauf des schnellsten Nürnbergers kommentiert wurde und mir den wohlwollenden Beifall der Zuschauer einbrachte. Somit konnte ich überglücklich, mit 1:19:19 und als 42. von 87 verbliebenen Läufern (15 Teilnehmer haben es leider nicht geschafft die Strecke zu bewältigen / bzw. zu starten) die Herausforderung in der Rucksacklasse bewältigen. An dieser Stelle möchte ich Allen danken, die mich unterstützt und mir bei den Vorbereitungen geholfen haben. Ein großer Dank gilt ebenfalls dem Veranstalter und allen Beteiligten, sowie den Hilfskräften und der Bergrettung. Eine wirklich gelungene Veranstaltung, welche ich gerne weiterempfehlen werde. Nachdem das erst der Auftakt der Laufserie "Vertical Up" war, stellt sich die Frage, wohin mich die Füße noch tragen werden, denn der Kopf ist sicher bereits bei weiteren derartigen Veranstaltungen angelangt.