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Lfd. "Ultra-Triathlon-Saisons" 2012-2017

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Never Walk Alone Nürnberg ist offizieller Partner des Junior Challenge in Roth

Zu unserer Übersicht aller Videos hier klicken!

"run & box-Charity" beim Challenge 2012 in Roth

Zweimal in meiner Sportkarriere bin ich an der Langdistanz im Triathlon gescheitert und beim dritten mal sollte es nun endlich klappen. Gleichzeitig wollte ich eine Aktion durchführen, die meines Wissens noch kein Triathlet so in Angriff genommen hat und zusätzlich für unser Präventionsprogramm "run & box" Spenden sammeln, um die immer größer werdende Nachfrage von Nürnberger Schulen für das Projekt zu finanzieren.

Ein bisschen viel auf einmal haben viele zu mir gesagt, aber unter Druck funktioniere ich bekanntlicherweise am besten.

Vorab: Ich habe alles geschafft und meine erste "Langdistanz" gefinisht obwohl der Tag alles andere als gut gestartet ist.

Mit verschlafen, Stau bei der Anfahrt, Plattfuß am Hinterrad meiner am Vortag abgegebener Triathlonmaschine, dem fehlenden Wechselbeutel "Lauf" in Roth, Krämpfen in der linken Wade beim Schwimmen, einem sch.. Gegenwind beim Radfahren und Magen-Darm-Problemen beim Laufen, liessen eigentlich keinen guten Stern über dem ganzen Vorhaben stehen.

Doch den 110%igen Willen, egal was passieren wird in's Ziel einzulaufen, konnte ich an diesem Tag für 13 Stunden 45 Minuten und 33 Sekunden aufrecht erhalten und genau darüber bin ich am meisten stolz auf mich!

Aber der Reihe nach:

1. Tag, der Nightrun

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Mit insgesamt 17 Teilnehmern starteten wir beim ""Nightrun" von Hilpoltstein nach Roth. Die 11,6 Km liessen sich gut laufen, nur Dirk hatte etwas Probleme. Ich bin letztendlich nach dem Motto unseres Vereines "You Never Walk Alone", die letzten zwei Km ihm zusammen und im Ziel sind wir dann alle gemeinsam eingelaufen. Ein herzliches Dankeschön an unser Team für die Unterstützung und ich denke, dass war nicht der letzte "Nightrun", den wir zusammen gelaufen sind. Das Zielbild hat es sogar auf die Challenge-Homepage geschafft und hier geht es zu dem Podcast vom Nightrun auf YouTube.

2. Tag, der Sprint-Day

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Der Sprint war der Auftakt der Triathlons, die ich im Rahmen der "run & box-Charity" zu bewältigen hatte. Meine Zeit konnte ich gegenüber der fast selben Distanz in Gera (50 Meter weniger Schwimmen am 20.05.12) um über 4 Minuten verbessern. Insgesamt hatten wir noch 12 Mitglieder in 4 Staffeln am Start, wobei ich mir sicher bin, dass das nächstes Jahr ganz anders aussehen wird. Durch den Betrieb des Langseebades erhoffen wir uns nämlich einen "Schub" in unserer kleinen aber feinen Triathlonabteilung. Natürlich gibt es auch hier ein Podcast auf YouTube.

3. Tag, der Family-Day

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Der Familien-Tag begann mit einem Fitness-Triathlon, bei dem der Start extra für mich vorverlegt wurde, da ich ja in der Familie noch das Radfahren in der Staffel zu leisten hatte. Beide Wettbewerbe stellten in Anbetracht der zu leistenden Aufgaben am Challengetag keine wirkliche Belastung dar, mußten aber auch erst mal gemacht werden. Zum dritten mal in Folge stellten wir wieder die größte Anzahl an Staffeln und ich glaube, das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern! Hier das Podcast auf YouTube.

4. Tag, der Challenge

Nach den Versuchen beim Challenge 2006 und beim Ironman Regens- burg 2010, sollte es dieses mal endlich klappen, eine Langdistanz zu finishen. Gut vorbereitet war ich ja mit den vielen Trainingseinheiten, zwei Marathons und vier Triathlons in den letzten acht Wochen vor dem Challenge-Wochenende. Dazu kamen noch die o.g. Wettkämpfe beim Junior Challenge und so fühlte ich mich austrainiert und hatte eigentlich keine Bedenken, wobei immer etwas Unvorhersehbares bei einem solchen Wettkampf eintreten kann. Hier die Disziplinen im Einzelnen:

Das Schwimmen

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Im Bild von Norbert Wilhelmi: Vor dem Schwimmstart beim Ironman Regensburg 2010.

Bekannt ist ja das Schwimmen meine ungeliebteste Disziplin, doch mein Training und die Ergebnisse der letzten 8 Wochen stimmten mich zuversichtlich für den Challenge. 35 Km spulte ich in dieser Zeit ab und ein neuer Neoprenanzug von meinem Partner Synergy Sports Nürnberg trugen zu dieser Einschätzung wesentlich bei. Doch bekanntlich kommt es meistens anders, als man denkt.

Ich ging also wirklich das erste mal bei einem Triathlon ohne bedenken in das Wasser und die ersten ca. 1,5 Km gingen auch ganz gut, als mich bei der Wendeboje ein Krampf in der linken Wade packte. Also auf den Rücken legen, den Krampf erst mal loswerden und weiter schwimmen. Keine 100 Meter weiter war der Krampf wieder da, selbe Vorgehensweise und von da an das linke Bein halt nicht mehr einsetzen. Damit war die angestrebte Schwimmzeit von 1:40 natürlich in weite Ferne gerückt.

Ich habe mich von da an auf mein Krafttraining für die Arme im RFZ besonnen und versuchte mich so über die Distanz zu schleppen, im Hinterkopf der Gedanke, wenigstens schneller wie in Regensburg zu sein. Auf den Videoaufnahmen, die meine Frau von mir gemacht hat, ist der "eigenartige Schwimmstil" auch gut zu erkennen und mein beim Schwimmen gefasster Wunsch liess sich dann mit 1:51:43 auch noch realisieren, also Schwamm drüber, geschafft ist geschafft.

Fazit: Verbesserungswürdig.

Das Radfahren

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Im Bild von Sabine Gries: Beim Challenge 2012.

Da ich ja in den letzten "Laufjahren" das Radfahren ziemlich vernachlässigt habe und die Strecke des Challenge ja schon 2006 gefahren bin, wusste ich, dass die Vorbereitung anders als auf den Ironman Regensburg 2010 aussehen mußte. Vor zwei Jahren fuhr ich laut meinem Trainingstagebuch nicht mal 1.000 Km in der Vorbereitung und so stand gut das Doppelte in diesem Jahr auf dem Plan plus noch mal die Hälfte im Winter auf der ungeliebten Spinning-Maschine im Keller.

Durch die Krämpfe beim Schwimmen und die Vorbelastung beim Junior Challenge ging ich das Radfahren langsam an und versuchte mich in den Wettkampf rein zu fahren, doch schon auf den ersten Kilometern merkte ich, dass ich wirklich "Pudding" in den Beinen hatte. Schon leichte Steigungen liessen die Tachoanzeige für einen Triathleten unwürdige Geschwindigkeit fallen und der scheusliche Wind auf der Strecke gab dem Ganzen noch den Rest. Dieser vermaledeite Wind drehte auch noch am Nachmittag, aber damit mußten ja viele andere auch kämpfen, also nicht lamentieren, sondern eintreten.

Bei Km 20 konnte ich meinen Vereinskollegen Jürgen Reinert überholen, der zwei Startgruppen vor mir gestartet war, um dann wieder von ihm überholt zu werden, als es den ersen Berg in Greding zu überwinden galt. Dieses Spiel wiederholte sich dann noch ein paar mal auf der Strecke und ich ziehe den Hut vor Jürgens Leistung, da ich beim Material deutlich im Vorteil war.

Nach gut dreieinviertel Stunden konnte ich die erste Runde beenden und auf gings in die zweite Runde, auf der der "Radverkehr" deutlich weniger wurde. Am Solarer Berg hatte ich noch meine Frau und Katja Buhl kurz gesehen, aber durch das langsame Radfahren war ich schon so weit zurück in meiner angegeben Zeittabelle, dass die "Eigenverpflegung" leider nicht geklappt hatte, denn die beiden waren in Zeitnot weil ja unbedingt Videoaufnahmen vom mir im Wechselbereich zum Laufen von ihnen gemacht werden sollten.

Schließlich kam ich mit 6:44:40 ins Radziel, was fast identisch mit meiner Radzeit in Regensburg war, aber deutlich langsamer als die der 2006er Challenge-Radzeit entsprach. Insgesamt war ich nun 8:40:23 unterwegs und eigentlich sollte ich zufrieden sein, beide Disziplinen geschafft zu haben, doch in diesem Moment war ich es definitiv nicht.

Fazit: "Eigentlich" schlecht.

Das Laufen

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Im Bild von Ilona Müller: Kurz vor dem Ziel mit Florian Bachmaier.

Nun sollte es also meine Disziplin, das Laufen, schon über 50 mal bewiesen, über die Marathonstrecke und mehr hinaus gelaufen, aber auch schon zwei mal bei der Langdistanz im Triathlon gescheitert bin, rausreisen?

Gewarnt von den Erlebnissen in Regensburg 2010, lief ich nicht wie von einer Tarantel gestochen aus der Wechselzone, sondern ging das Laufen ruhig und bedächtig an. Nach dem Wechsel von Rad zum Laufen hatte diesmal auch die Eigenverpflegung funktioniert. Katja hatte mir ein "Wurstbrot" überreicht und meine Frau mich kurz für das Podcast aufgenommen.

Doch schon bei Km 2 traten Probleme auf, die mich den ganzen Marathon über begleiten sollten, ich mußte auf die Toilette. Da dies für mich nicht unbedingt eine neue Erfahrung darstellt, habe ich mir beim ersten mal noch nichts dabei gedacht, doch die Häufigkeit die ich in Roth miterleben mußte war neu für mich. Insgesamt mußte ich 6 mal von der Strecke und das hat mich mindestens eine halbe Stunde gekostet. Eine Staffel-Läuferin mit Namen "Helmut" auf der Startnummer hatte ich durch die Aktion kennengelernt, da ich sie mit Regelmäsigkeit wieder überholt habe. Bei Km 10 kam mir dann unser Staffel-Läufer Florian entgegen, der mich mit den Worten "Gut schaust aus" aufmuntern wollte, was ihm aber leider nicht gelang, denn gerade da und bis Km 15 ging es mir gar nicht so gut. An der Verpflegung in Leerstetten traf ich dann unser Mitglied Anita Stahl, die mir auch Mut machen wollte, was aber auch ihr nicht gelang. Sogar Kreislaufprobleme gesellten sich dazu, die mich sehr an Regensburg erinnerten, aber Gott sei Dank verflogen die wieder.

Ab Km 15 ging es mir wieder entschieden besser und ich konnte endlich anfangen zu Laufen, was ich auch daran merkte, dass ich plötzlich Teilnehmer überholen konnte, was auch bis zum Schluß so geblieben ist. Bei Km 25 kam ich zu einer Verpflegunsstelle, an der viele "NWAler" halfen. Peter Siegel und beim Zurücklaufen Andrea Fuchs sind dann ein paar Meter mit mir mitgelaufen, um mich anzufeuern, was mir zu dem Zeitpunkt sehr gut getan hat, denn meine mir eingebildete und in meinen gedanken ausgemachte "Eigenverpflegung" funktionierte nicht.

Vorab muß ich mich bei meiner Frau dafür entschuldigen, dass ich sie 20 Km lang verflucht habe, denn im Nachhinein mußte ich mir selber zuschreiben, dass ich das mit der Verpflegung gar nicht mit ihr abgesprochen hatte. Das Ganze muß ich jetzt beim Schreiben sogar als positiv betrachten, denn so hatte ich wenigstens keine Zeit, mich mit meinen Wehwechen zu beschäftigen, die natürlich nach so langer Wettkampfzeit schon da waren.

Bei Km 36 kam dann, nachdem er seinen Marathon in der Staffel in 3:16:49 gefinisht hatte, Florian Bachmaier mit Freund Sammy auf den mitgebrachten Klappräden auf die Strecke um mich bis ins Ziel zu begleiten. Florian brachte mir noch eine "Never Walk Alone Fahne" für den Zieleinlauf mit, die er für mich als Überraschung anfertigen hatte lassen und die uns in Zukunft bei diversen Wettkämpfen begleiten wird. Die letzten Kilometer gingen super über die Bühne, wengleich auch die Marathonzeit mit 5:03:03 zu wünschen überig lässt. Mit einer Gesamtzeit von 13:45:55 erreichte ich das Ziel und finishte überglücklich meine erste Langdistanz.

Fazit: Hoch zufrieden.

Gesamt-Fazit

Ich habe alle Wettkämpfe im Rahmen der "run & box-Charity" gefinisht und nur das zählt, denn Zeiten hatten mich nicht interessiert. Ich fühle mich heute, einen Tag nach dem Challenge und dem Geleisteten, sehr glücklich und zufrieden. Ich habe keinerlei Probleme und könnte schon wieder loslegen, werde aber meinem Körper, der 3 Kg Gewicht in den 4 Tagen verloren hat, etwas Ruhe gönnen. Vielen herzlichen Dank an all diejenigen die mich in meinem Vorhaben unterstützt, gefördert, geholfen und begleitet haben, denn ohne Euch hätte ich es warscheinlich nicht geschafft ..... vielen, vielen Dank!

Eine großer Dank geht natürlich auch an die Spender der "run & box-Charity", die mit ihren Insgesamt über 35.000 € unser Gewaltpräventionsprogramm unterstütz haben.

Vielen Dank auch an meine Material-Sponsoren Synergy-Sports Nürnberg, und Bike Adventures, an Horst Spieß vom Rücken Fitness Zentrum Schwaig, der mir mit seinem Kraft-Trainingsplan sehr geholfen hat und natürlich an die "Macher" des Challenge, Kathrin und Felix Walchhöfer, die mir den Start mit ihrer Unterstützung ermöglicht haben.

Ganz besonders möchte ich mich bei meiner Frau bedanken, die, auch wenn ich manchmal "sehr unleitlich" war, immer zu mir gehalten, meine Launen ertragen und an mich geglaubt hat. 

Ich werde diese 4 Tage nie vergessen!

Hier geht es zum Podcast von "meiner Challenge" auf YouTube.

Auch Ziele für "nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf" habe ich im Kopf und denke da insbesonders an die offene Rechnung beim Ironman in Regensburg, den ich so Gott will, mit meinem Freund Florian ins Auge gefasst habe und angehen werde.

Im Bild mit Trainigspartner und "Challene-Staffelstarter" Florian Bachmaier.