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Bericht vom Ironman Regensburg 2010

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"First of all" möchte ich mich bei meinem Startplatzsponsor "Die Werkstatt" bedanken, denn ohne Sascha und Pia Koschella wäre ein Start beim Ironman Regensburg 2010 erst gar nicht möglich gewesen. Nicht nur als Sponsor, sondern als wirkliche Freunde sind beide auch noch als "fahrendes Hotel" mit uns nach Regensburg gefahren. Sascha hat in stoischer Ruhe einen super Parkplatz direkt am See für uns gefunden (hier ein Video vom Platz) und wenn man mal von der nächtlichen Ruhestörung durch die Polizei gegen 2 Uhr absieht, war das der ideale Platz für kurze Wege am nächsten Morgen. Nur ca. 500 Meter mußten am Wettkampftag zurückgelegt werden, um direkt in der Startaufstellung zu stehen. In einem kleinen Video könnt ihr euch das auch ansehen. Um 5 Uhr früh kam dann das "zweite Wecken" des Tages. Schnell Frühstück zubereiten und das reichlich und ab zum Start des "Ironman Regensburg". Noch Tage vorher quälte mich das Wettkampf-Fieber, was ich eigentlich seit Jahren nicht mehr kenne, doch am Startplatz angekommen, war ich erstmal die Ruhe in Person. Das änderte sich jedoch sehr schnell wieder, als es darum ging den Neoprenanzug anzuziehen. Scheinbar bin ich doch etwas "gewichtstechnisch" etwas aus dem Anzug herausgewachsen und es dauerte ganz schön lange. Nur durch tatkräftige Mitarbeit von Pia und Sascha ist es dann doch gelungen. Glaubt Ihr nicht? Hier gehts zum Videobeweis.

Das Schwimmen

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Da das Schwimmen mein Schwächstes und der ungeliebteste Teil eines Triathlons für mich ist, hatte ich auch den meisten Respekt vor der Disziplin. Mit dem Wissen, dass ich so gut schwimme wie ein Rechtsanwalt (der geht ja bekanntlich der Sache immer auf den Grund!), den wenigen Trainingseinheiten dieses Jahres und der blamablen Vorstellung beim "Highwayman" in Fürth, war dieser Respekt auch begründet. Die Deadline liegt beim Ironman bei 2:20 Std. und vorgenommen hatte ich mir unter 2 Std. zu schwimmen. Beim Start habe ich es wie immer gehalten: Raushalten und unbeirrt langsam losschwimmen. Boje für Boje schwamm ich so durch den See und ich kam mit meinen Schwimmstil überraschend gut zurecht. Zwischenzeitliche Blicke auf meine Uhr sagten mir voraus, dass mein Ziel machbar sein würde. Sehr schnell bildete sich um mich herum eine Gruppe, die zum Teil mit Brustschwimmen die Ironman-Distanz von 3,8 km zurücklegte. Ich wunderte mich über mich selbst, wie ich ohne zu überpacen Meter um Meter zurücklegte und auf dem letzten Kilometer das Ziel vor Augen weiter in meinem Tempo und meinem Schwimmstil tatsächlich mein Ziel, mit 1:55:10 unter der 2 Std. Marke zu bleiben, erreicht habe. Ich fühlte mich richtig gut und ging mit einer schweren Last weniger auf meinen Schultern in die Wechselzone zum Rad, um die 180 km Strecke in Angriff zu nehmen.

Bild: Norbert Wilhelmi. Vielen Dank Norbert für's zur Verfügung stellen! Hier gehts zur Homepage von: www.wilhelmi-fotograf.de und hier zur Bildergalerie.

 

Das Radfahren

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Auch das Radfahren, so war ich der Meinung, würde eine schwere Aufgabe werden, denn wie es schon für das Schwimmen gegolten hat, waren meine Trainingskilometer auf dem Rad eigentlich alles andere als ausreichend. Ständige Erkältungen im Frühjahr, ein vom Wetter her gesehen schlechter Frühsommer und viel zu wenig Zeit liesen mich erst in den Monaten Juni und Juli halbwegs vernünftig auf dem Rad trainieren. Knapp 1.000 km kamen so zusammen - was natürlich viel zu wenig war. Lediglich zwei Strecken über 100 km waren bei den Trainingseinheiten dabei und so war mir klar, auch beim Anblick des Höhenprofiles in Regensburg, einen 30er Schnitt kann ich da nie fahren. Zweimal galt es die Strecke zu fahren und das liegt mir, denn "Runden laufen und fahren" mag ich ja. Der auf dem Profil ausgewiesenen Berg stellte sich dann auf der ersten Runde als leicht aufsteigende Strecke dar und der Rest der Strecke lies sich echt gut fahren, so das ich die Angst vor den "zweiten 90 km" verloren hatte. Auf der ersten Runde wurde ich dann von Faris Al Sultan ungefähr bei km 70 überholt und ich konnte ihm noch "viel Erfolg" zurufen - er lag zu diesem Zeitpunkt ca. 3 Minuten hinter seinem führenden Teamkolegen Andreas Böcherer. Meine Zielzeit auf dem Rad sollte unter 7 Std. liegen und tatsächlich wurde es mit 6:44:05 Std. eine Zeit, mit der ich vollkommen zufrieden war. Keinerlei Probleme beim Schwimmen, bis auf ein kleines Zwicken im linken Oberschenkel und beim Radfahren alles bestens gelaufen, fühlte ich mich dem Ziel viel näher als ich jemals vorher gedacht hätte. Doch man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben!

Das Laufen

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Nach dem für mich überaus zufriedenen Ergebnis im Schwimmen und im Radfahren, sollte nun die wohl leichteste "Übung" auf mich warten: Der Marathon! Eine x-mal durchgeführte, gewohnte und am besten trainierte Disziplin: Einfach "nur" einen Marathon laufen. Aber der Reihe nach:

Aus der Wechselzone lief ich also auf einer Woge des Glücks, unterstützt und angefeuert von meinen Fans zuversichtlich auf die Laufstrecke, die mit "4 Runden Laufen" wie auf mich zugeschnitten war. Nach km 1,5 stellten sich kleine Muskelprobleme am linken Schienbein ein, die aber nach 180 km Radfahren und dem Übergang in eine andere Bewegungsform normal sind. Schnell hatte ich diese Probleme jedoch im Griff indem ich mir die Schienbeine einfach "heiß gerieben" habe. Nach ca. 2,5 km mitten in der Innenstadt von Regensburg begannen dann aber die richtigen Probleme: Ich musste mal, aber wohin? Ich also über die Streckenbegrenzung geklettert und ins nächste Café gerannt. Die freundliche Bedienung schickte mich auf meine Frage nach einer Toilette in den 2. Stock. Spurtenderweise (!!) erreichte ich diese. Mein Riesen-Problem hatte es nämlich super-eilig....Durchfall:o( Jetzt hilft nur noch zuführen, zuführen und nochmals zuführen. So lief ich die nächste Versorgungsstelle an, um Kuchen und Salzletten in mich zu stopfen, genügend Cola und Wasser zu trinken und weiter gings. Nach zwanzig Metern musste ich umkehren, um wieder die Toilette aufzusuchen. Ich möchte das, was dann kam, nicht im Detail beschreiben, aber nur soviel: Was ich mir vorher "reingeschaufelt" hatte war ich wieder los. Nun versuchte ich es nochmals nur mit Cola und langsamen Gehen, um wieder zu Kräften zu kommen. Es fiel mir immer schwerer wieder anzulaufen, aber da muss man als "Eisenmann" durch. Gegen Ende der Runde kam ich wieder zu "meinen" Fans, die mich wirklich toll angefeuert haben. Peter hat einige Bilder geschossen, auf deren Veröffentlichung ich aber verzichten möchte. In der zweiten Runde kam es noch schlimmer. Mir war es nicht mehr möglich etwas Essbares aufzunehmen. Es wurde mir sofort schlecht und ich habe garantiert kein Dixi-Klo mehr ausgelassen. Auch das Einreden auf mich selbst hat mir in dieser Situation nicht mehr weiter geholfen. Ich dachte an die 100 km-Läufe in Biel, wo ich mir bei km 70 sagte: Es sind ja nur noch 30 km! Dreimal startete ich dort und zweimal lief ich am nächsten Tag einen Marathon in Fürth (Im Bild mein erster 100 km Lauf in Biel). Der Kopf hatte also das Schwächeln angefangen, aber wer mich kennt weiß, dass das für mich kein Grund gewesen wäre aufzugeben. Das wirkliche Aus kam, als es mir schwarz vor Augen wurde und mein Kreislauf kolabiert ist. Ein paar hundert Meter weiter traf ich wieder auf meine Fans und meine Frau rief noch "Du schaffst das", aber wenn ihr euch das Video anschaut, ist klar - das war das Aus! Ich wollte mich nur kurz  hinlegen und die Beine etwas hochhalten, schon war ein Sanitäter da, den ich aber sofort wegschicken wollte. Zumindest Puls und Blutdruck wollte er messen -  das Ergebnis war jedoch niederschmetternd: Oberer Blutdruck Wert 95! Kein Wunder also, dass ich schon bei den letzten Metern Schüttelfrost hatte. Also Infusion und mit dem Krankenwagen ins nächste Medical Center - das endgültige Aus!!

Es ist extrem frustrierend nach den so gut gelaufenen Disziplinen Schwimmen und Radfahren gerade beim Laufen aussteigen zu müssen! Es wird sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen, diese Tatsache weiter zu verdauen. Einen Ironman gibt es eben nicht so oft wie Marathon-Veranstaltungen. Ich werde aber nicht aufgeben und es wieder versuchen - schon deshalb, um es nicht zu einem Trauma werden zu lassen.

Bereits beim Schreiben des Berichtes habe ich mir neue Ziele gesetzt - geht ja gar nicht anders. Nächstes Jahr sollen es zum vierten Mal Biel 100 km werden, da ich einigen Leuten versprochen habe, ihnen dabei zu helfen, ihren ersten "Hunderter" zu finishen. Mehrere Olympische Distanzen und ein oder zwei Halbdistanzen werden in den Wettkampfkalender aufgenommen und 2012 werde ich es wieder angreifen, eine Langdistanz zu finishen, diesmal beim Challenge in Roth.

Die Fans

Riesen Dank an meine Fans, die extra nach Regensburg angereist sind, um mich zu unterstützen. Andrea und Culli, die mich am Berg beim Radfahren erwischt  und angefeuert haben und dann zurück zum ersten Teil der Laufstrecke zur Unterstützung gefahren sind: Vielen Dank Euch beiden. Zu meiner Überraschung auch Brigitt und Robert Losch, die mich auf dem zweiten Teil der Laufstrecke angefeuert haben: Vielen vielen Dank Euch allen für Eure moralische Unterstützung. Die Schiedsrichter mußten Euch zum Teil von mir mit den Worten "no choaching" losreißen weil Ihr mitgelaufen seid - eine tolle und unbezahlbare Unterstützung! Nicht zu vergessen Pia und Sascha Koschella, die schon am Samstag mit uns nach Regensburg gefahren sind und uns Ihr Wohnmobil als "fahrendes Hotel" zur Verfügung gestellt haben. Sascha, der mich und meinen "Oberboss"  mit seiner unnachahmlichen Ruhe überall perfekt betreut hat!

Ihr wart wirklich Spitze! Vielen Dank nochmal!

 

Meine jüngsten Fans

Vielen Dank an Sophia und Sven Gries

Sieger in Regensburg, Faris Al Sultan

Zum Video mit Faris ins Bild klicken!

Danke Norbert für das tolle Bild

Bernhard mit Faris

Zum Wochenpodcast 32 - 2010 ins Bild klicken!

Rad-Laufwechsel

Da war die Welt noch in Ordnung, aber im Hintergrund schon wie ein Damoklesschwert die "Dixi Klos" und der Start ins Verderben!

Doch eines kurz vor dem Aus

2013 komme ich wieder!

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