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Lfd. "Ultra-Triathlon-Saisons" 2012-2018

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20.07.14 Challenge Roth

Nach den "Aktionen" 2012 und 2013 die dritte Teilnahme in Folge und nach 2006 das zweite mal, dass ich den Wettkampf nicht finishen konnte.

Ich weiss zwei Tage nach dem Challege Roth noch nicht so recht, wo ich beginnen soll, einen kleinen Bericht zu schreiben, so sehr schmerzt noch das Erlebte.

Sportlich gesehen habe ich meines Erachtens keinen, zumindest keinen großen, Fehler in der Vorbereitung gemacht und ich denke, dass die Probleme der letzten Wochen einen entscheidenden Anteil am ganzen Dilemma hatten. Aber Augen zu und durch und vor allem nach vorne schauen ist jetzt die Devise und hier nun der Bericht der einzelnen Disziplinen bzw. das was davon übrig geblieben ist:

Das Schwimmen

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Tja das liebe Schwimmen war der Ausgangspunkt des heutigen DNF beim DATEV Challenge 2014. So ist's und so bleibt's, nicht mehr und nicht weniger ODER ? NEIN dazu im Resüme einige Zeilen.

Bis vor einem Jahr bin ich alle Wettkämpfe im Triathlonbereich ohne Schwimmbrille geschwommen und dachte, nachdem ich selbige vergessen hatte, das geht schon gut und schlug sogar die Angebote von einigen Teilnehmern aus, die mir eine Brille leihen wollten. (Das hätte ich wohl besser annehmen sollen)

UND noch ein Vorwort, bevor ich das Schwimmen analysieren will: So verstresst wie ich den 20. Juli in Angriff nehmen wollte, war ein klarer Fehler, denn so geht man nicht an den Start einer Langdistanz und das werde ich auch in Zukunft nicht mehr tun! (Ich hatte auch schon vor drei Wochen beim Ironman France ähnliche Aussagen gemacht und mich aber fataler Weise nicht daran gehalten).

07:20 Uhr, der Startschuß für die Gruppe 8 und los gings im Kanal mit den 3,8 Kilometern, die es auf der Langdistanz zu schwimmen galt. Ich hatte mich wie üblich ziehmlich weit hinten eingereiht, um dem "Schwimmstress" möglichst aus dem Wege zu gehn und gleich von Anfang an meinen Rythmus zu finden.

Sofort nach dem Start merkte ich schon, UPS, ohne Brille sieht das ja alles ganz anders aus! Die Sicht war sofort "milchig" und die Augen fingen auch relativ schnell das Brennen an. Darüber machte ich mir zu Beginn jetzt nicht die großen Sorgen und versuchte halt das beste daraus zu machen, das an diesem Tag möglich war.

An der ersten Wende standen schehmenhafte 1,6 Kilometer und 32 Minuten auf dem kaum zu erkennenden Display meiner Uhr und in Anbetracht der längst wieder auftretenden Schmerzen im Rücken und an den Rippen war ich eigentlich zufrieden. Im weiteren Verlauf zurück zum Startbereich wurden die Schmerzen immer heftiger, trotz des längst "abgeschalteten" Beineinsatzes und die letzten 400 Meter nach der "Tribüne" (die voll besetzte Brücke am Kanal) taten richtig weh.

Wie ich in dieser körperlichen Verfassung am 8. September den Bodensee durchschwimmen will, weis ich heute nicht!!

Zum Ausstieg hin wurde es natürlich wie üblich sehr eng, da jeder Schwimmer, und manche davon ohne Rücksicht auf Verluste und mit Brachjalgewalt, die letzten Sekunden heraus schwimmen will. Etliche Schläge und Tritte bekam ich ab, obwohl ich natürlich versucht habe, mich da nicht daran zu beteiligen.

Raus aus dem Wasser und bloß nicht wie in Nizza die falsche Taste drücken war mein sinnen, was auch dann ganz gut geklappt hat, doch die erste Enttäuschung des Tages war damit perfekt: 1:39 konnte ich verschwommen erkennen und das war nicht mein heutiges Tagesziel.

Fazit: Unzufrieden.

Im Bild von unserem Mitglied Ilona Müller "Mein Schwimmausstieg"

Das Radfahren

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Der Wechsel auf's Rad lief eigentlich vom Umziehen her ganz gut ab, denn mit etwa 4 Minuten lag er bei meinen "besseren Wechselzeiten". Am Rad angekommen passierte mir aber das Missgeschick des "Verdrückens der Uhr" denn bei der Uhrummontage auf den Vorbau der Triathlonmaschine kam ich versehentlich mit meinem Daumen auf die Stopptaste und somit, wie in Frankreich, folgte die manuelle Umstellung von Multisport auf die jeweils noch folgenden Disziplinen.

Schon auf den ersten Kilometern stellte ich fest, ich sehe ja alles nur noch, als ob an diesem Tag ein dicker Nebel die Sicht eingeschränkt hätte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir noch, ja ok, kein Wunder nach dem Schwimmen ohne Brille, das wird sich schon noch geben.

Aber weit gefehlt, die "milchige Sicht" sollte mich für den Rest des Tages begleiten. Das Sichtfeld war zeitweise so schlecht, dass ich "Schlangenlinien" fuhr und mehrfach von überholenden Teilnehmern mit "Vorsicht" angerufen wurde.

Die Folge: Schon nach 5 Kilometern war das erste mal im Gehirn die Aufgabe des Wettkampfes vorhanden, denn jetzt rächten sich auch noch zu allem Übel die Vortage vor dem Challenge, viel zu wenig Schlaf und völlig gestresst an den Start zu gehn. Ich war hundemüde und hatte einfach keine Kraft, um in die Pedale zu treten.

Als ich zum ersten mal auf der regulären Strecke ein Verkehrsschild mit der Aufschrift "Hilpoltstein 8 Km" gelesen habe, was aber das verlassen der Rennstrecke zur Folge gehabt hätte, dachte ich mir, breche ab und fahr nach Hause. Hier hatte ich jedoch noch einen kurzen Anflug von "Durchhaltevermögen" im Kopf, in dem ich mir sagte, du mußt heute finishen, denn sonst ist das Triathlonabzeichen "Gold 2014" futsch.

Doch nach weiteren 5 Kilometern war auch dieser Gedanke im Eimer und als das nächste Schild wie oben beschrieben folgte, setzte sich die gähnende Leere im Kopf durch, ich hielt an und setzte mich erst mal frustriert am Straßenrand hin.

Ich kann die Gedanken heute, zwei Tage nach der Aktion, gar nicht alle mehr in meinem Kopf finden aber letztendlich habe ich nach ca. 55 Kilometern den Wettkampf abgebrochen und bin zurück nach Hilpoltstein gefahren. "Gehend" und das Rad "schiebend", bin ich den Solarer Berg hinunter und habe mich an der dortigen Kontrollstelle ordnungsgemäß "ABGEMELDET".

 

Fazit: FRUSTRIERT.

Das Laufen

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Nachdem ich am Parkplatz das Auto bestiegen hatte, habe ich erst mal meine Frau angerufen und ihr gesagt, dass ich ausgestiegen bin und ihren ermahnenden Worten gefolgt bin, "wenn Du Probleme hast dann hör bitte auf".

Ich fuhr zurück nach Roth um meine drei Wechselbeutel zu holen. Was hat das mit der Disziplin "Laufen" zu tun??

Ich parkte das Auto am Ortseingang von Roht aus Richtung Allersberg kommend und dachte, das ist ja nicht weit zum Triathlonpark, der ja bekanntlich nur eine Ausfahrt von der Autobahn weg ist.

Alledings sind das nur "Autobahntechnisch ca. 500 Meter"

Als ich am Parkplatz das Auto abstellte, stellte ich fest, oh du hast ja gar keine Schuhe am Mann, die sind ja im  Wechselbeutel! Also zog ich kurzerhand die Radschuhe und Socken aus, sind ja "Challenge-Socken" die man nicht kaputtlaufen will, machte mich auf den Weg stadteinwärts, um dann die Parallelstraße zum Triathlonpark zu gehen.

Sehr schnell merkte ich, dass das barfuß ja richtig heiss ist auf dem Asphalt ist,  machte mir aber noch keine großen Sorgen. Die Strecke zog sich wie Kaugummi, die Füße brannten immer mehr und als ich endlich nach ca. 3-4 Kilometern mein Ziel erreichte, hatte ich an beiden Füße etliche "Brandblasen" die ich im Zelt dann erst mal von den Sanitäten behandeln ließ.

Auch die Augen, ließ ich mir von den Selbigen anschauen, denn die milchige Sicht war immer noch vorhanden. Diese wurden dann ausgespühlt und im linken Auge hatte sich sogar noch nach Aussage des Sanitäters ein Wasserfloh befunden. Das ist kein Witz, das ist die blanke Wahrheit.

Zurück zum Auto bin ich dann natürlich mit Laufschuhen und Socken gelaufen, aber ihr könnt mir glauben, mit den Blasen an den Füßen, war das kein Spaß und deshalb hier die paar Zeilen zu Thema "Das Laufen"

Fazit: Schmerzen.

Gesamt Fazit

FRUST PUR, so lautet das Resüme, nicht mehr und nicht weniger. Ich werde nie mehr bei einem Wettkampf so an den Start gehen, wie ich es dieses Jahr schon mehrfach getan habe. Das Fatale ist nur, du mußt dich im Triathlonsport ja mit bis zu einem Jahr Vorlauf anmelden, weil die Dinger einfach zu schnell ausgebucht sind. Die einzige Möglichkeit die dann bleibt ist: WENIGER WETTKÄMPFE im Jahr und ich denke das ist auch gut so.

Die nächste Saison steht eh im Zeichen der Ultra-Triathlons und deshalb werde ich eben die Traingseinheiten dazu nicht an Wettkämfen erledigen, was ich sonst so gerne gemacht habe, sondern im Training und da bin ich halt flexibler.

Ich muß jetzt einfach nach vorne schauen, denn es sind ja noch einige Events im Terminkalender für 2014. Der Ironman 70.3 in Wiesbaden ist schon in drei Wochen und eine Woche später die 100 Meilen von Berlin. UND durch den Bodensee will ich ja auch noch schwimmen

WENN DAS MAL ALLES GUT GEHT, wir werden es sehn ;)

Das ganze Dilemma zum Vergrössern anklicken.