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29.06.14 Ironman France

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Ganz besonders freute ich mich dieses Jahr auf den Ironman France, denn es handelte sich ja um eine Einladung der Stadt Nizza, mit meinen Freunden Florian Bachmaier und Akos Majzer, am dortigen Wettkampf teilzunehmen.

So machten wir uns mit unseren Frauen am 27. Juni auf den Weg an die Côte d'Azur und alle freuten sich rießig auf drei schöne Tage in der Partnerstadt von Nürnberg, die ich nun zum 7ten mal sportlich besuchen durfte.

UND schon auf der Anreise, kann ich in meinem Bericht die "Tortur beim Rainingman Nizza" bezeichnen, denn meine Rückenbeschwerden durch den Hexenschuß aus der vergangenen Woche wurden durch die lange Autofahrt um etliches schlechter, was kein gutes Omen für den Ironman war. Jetzt aber los mit den Berichten der einzelnen Disziplinen:

Das Schwimmen

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Im Bild die 3 Musketiere am Strand von Nizza. Um 6:15 war die Welt für mich noch in gewisser Ordnung, denn die besagten Rückenschmerzen waren nur mit einem vorherigen Einrenken durch meine Frau und das Einnehmen einer Ibuprofen ertragbar geworden. Da unter diesen Vorgaben eh keine Bestzeit rausspringen würde, ging ich das Schwimmen auch dementsprechend langsam an und schon an der ersten Wendeboje mußte ich mit den Beinschlägen aufhören da die Schmerzen immer schlimmer wurden.

Ich kenne nur wenige Sportler die überhaupt unter diesen Vorraussetzungen an den Start eines Ironman's gegangen wären und im Nachhinein, auch in Bezug was noch kommen sollte, weis ich nicht, ob ich das so nochmal machen würde.

Aber wenn schon starten, dann aber auch durchziehen war die Devise und ein DNF stand an diesem Tag außer Frage. Diese Einstellung sollte sich jedoch im Laufe des Wettbewerbes noch als sehr grenzwertig herausstellen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich habe den ertsen Teil des Triathlons, in einer den Umständen entsprechend guten Zeit von 1:35:34 absolviert und das noch mit einer Schwimmlänge von 4,28 Km, die am Schluß auf meiner Uhr standen. In den Ergebnislisten finde ich mich nach dem Schwimmen auf AK-Platz 180 wieder und nun wollte ich eine Aufholjagt beginnen;)

Zum Überfluss habe ich nach dem Schwimmen an meiner Uhr die falsche Taste gedrückt und somit mußte ich jetzt manuell die Disziplinen ändern (dies nur am Rande von vielen Kleinigkeiten die mir an diesem Tag passiert sind)

Fazit: Umständehalber Zufrieden.

Das Radfahren

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Nach gut 5000 Trainings- und Wettkampfkilometern auf dem Rad und auf der Spinning-Maschine in diesem Jahr fühlte ich mich eigentlich fit für die anspruchsvolle Radstrecke in Nizza. Die Rücken- beschwerden machten mir letzte Woche beim Training auch keine großen Probleme, so dass ich eigentlich sehr zuversichtlich auf das Rad gestiegen bin und mit meiner "Aufholjagt" beginnen konnte;)

Die ersten 20 Kilometer aus Nizza heraus konnte ich für meine Verhältnisse auch gut bewältigen, gind es doch vom Start an schon immer nach "oben", aber dann gings los, "auf auf und in die Höh" war jetzt angesagt. Den ersten Berg bis ca Km 40 konnte ich noch schön, meine Kräfte einteilend überwinden, aber es kam leider Regen dazu, der in der ersten Abfahrt schon zur Vorsicht mahnte.

Der zweite wirkliche Berg im Streckenprofil von Km 50 bis ca. Km 70 kostete da schon mehr Kraft und ich hatte mit zwei Spaniern Weggefährten gefunden, die das Leiden am Berg erträglicher machten. Wir konnten viele Überholmanöver durchführen, was für mich am Berg eher die Ausnahme ist und am Ende stand uns ein herrlicher Blick am Geleisteten zurück nach Nizza zur Verfügung.

Bis Kilometer 100 ging es nur "regentechnisch tröpfelnd" weiter, aber dann begann es wirklich heftigst zu regnen und es wurde richtig kalt. Bei Km 110 passierte es dann, ein unachtsamer Mitstreiter fuhr mir bei einem Überholmanöver, kurz nach der dortigen Verpflegungsstelle, von hinten ins Rad, was unweigerlich zu einem Sturz von uns Beiden führte. Dabei fiel ich mit meinem Brustkorb dermassen heftig auf meinen Lenker, dass dieser für die restlichen ca. 70 Km fast 10 cm. nach links verschoben wurde und das auch noch in den verteufelt gefährlichen Abfahrten bei Regen und Kälte.

Wer weiss, was Triathleten zum Teil für Geld dafür ausgeben, um die richtige und perfekte Sitzposition auf dem Bike zu haben, kann sich nun denken wie ich den Rest der Radstrecke mit richtig tollen Schmerzen gefahren bin. Ich habe vor lauter Kälte und Schmerzen manchmal laut geschrien (immer wenn ich mich alleine gefühlt habe) um den Frust, der in mir war, wenigstens ein bisschen loszuwerden.

Letztendlich hatte es auf den letzten Kilometern der Abfahrt Gott sei Dank wieder das Regnen aufgehört und die Temperatur ist natürlich nach einer Abfahrt von 1000 Meter Höhe auch wieder in den erträglichen Bereich gekommen und so konnte ich auf der nach meiner Uhr nur 173,17 Km langen Radstrecke nach 7:10:41 frustriert und lediert zwar 17 Plätze in der AK-Liste aufhohlen, aber gut oder was man so ähnlich nennen könnte, fühlte ich mich nicht mehr dabei.

Fazit: Unzufrieden und Frustriert.

Das Laufen

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Normalerweise beginne ich jetzt mit den Sätzen oder Worten: jetzt wirds schön, meine Lieblingsdisziplin usw. usw. aber heute war mir klar, nach dem Radsturz und der Rippenprellung wird das ein Kraftakt werden, der sehr grenzwertig wird.

Schon nach den ersten Schritten in der Wechselzone hatte ich heftigste Schwerzen im Brustbereich, kommt doch jetzt nach jedem Schritt der "Stoß" durch den ganzen Körper. Als erstes fragte ich meinen Kopf, ob er das jetzt 42 Kilometer lang durchhalten würde. Als dieser JA sagte fragte ich meine linke Rippenseite "schaffst Du das", die meinte NEIN !!!!! und als drittes, sagte meine Frau, die bei Kilometer 1 am Hotel Le Negresco auf mich wartete, hör bitte auf das wird zu viel.

Nun stand ich da und weil, wie am Anfang geschrieben, ein DNF nicht auf meiner Liste stand wollte ich unbedingt weiter machen. Ich biss einfach die Zähne zusammen (was für ein irrer Schwachsinn) und lief also los auf der Promenade de Anglais Richtung Flughafen und wieder zurück.

Das ganze galt es heute 4 mal zu laufen und das auch noch nach dem Wetterumschwung in der Nachmittagshitze, was noch erschwerend dazu kam. Tief einatmen konnte ich nicht mehr und so hat sich der Schmerz beim Laufen in einem für mich erträglichen Bereich eingependelt, allerdings, war aber für den Rest des Laufens nicht mehr wichtig, habe ich meinen Brustgurt abgenommen, da dieser mich sehr stöhrte.

Kilometer für Kilometer quälte ich mich also auf der Promenade entlang zum Flughafen  und wieder zurück. In doch sehr gleichmäßingen aber halt langsamen Splittzeiten mit jeweils einem Boxenstop am Le Negresco nahm die Laufstrecke einfach kein Ende und ich könnte über jeden einzelnen Kilometer eine Geschichte schreiben, will es aber nicht übertreiben, sonst wird der Bericht "schmerzhaft langweilig".

Als ich auf die letzte von 4 Runden ging, war mir klar, jetzt hast du es geschafft, nur noch 10 Kilometer, laufe einfach dein Ding nach Hause und hole dir deine wirklich verdiente "IRONMAN FRANC-MEDAILLE" ab. Aber jeder der schon mal eine Langdistanz gemacht und gefinisht hat weiss, das wird noch ein schönes Stück Arbeit werden.

In der dritten Runde ging zu allem Überfluß noch ein Gewitterplatzregen nieder, der innerhalb von Minuten die ganze Promenade de Anglais unter Wasser setzte, was dazu führte, dass ich mir durch die nassen Schuhe an der rechten Fußsohle eine fetzen Blase gelaufen habe. Mir ist an diesem Tag auch nichts, aber auch gar nichts erspart geblieben.

Letztendlich habe ich nach einer Laufzeit von 4:52:37 und weiteren 20 Plätzen die ich gut machen konnte, das Ziel überglücklich erreicht und habe somit meinen ersten wirklichen Ironman (wegen dem im Meer schwimmen) gefinischt. Über die Platzierung (1.924 Gesamt und AK 143) kann ich sogar den Umständen entsprechen zufrieden sein, habe ich doch auf dem Rad und auf der Laufstrecke trotz der Verletzung insgesamt 37 Plätze gut machen können.

 

Fazit: Stolz und Zufrieden.

Gesamt Fazit

Es war mit 13:53:06 mit Sicherheit der langsamste aber auch der schwierigste Ironman, den ich bestritten habe und auch in Zukunft in dieser Form bestreiten werde, denn ich weiss nicht, ob ich mir unter solchen Umständen so etwas je wieder antuen werde.

Heute, zwei Tage nach dem Wettkampf kann ich mich "rückentechnisch" und "brustkorbtechnisch" kaum bewegen, alles tut mir weh und ich werde heute wohl auch den Arzt besuchen müssen. Ich habe es zwar geschafft, den IRONMAN FRANCE zu finshen, aber was habe ich für einen Preis dafür bezahlen müssen!!!!!

(Einige Bilder des "Leidens" sind hier online)

Andererseits, wenn die Schmerzen nachlassen werden und das werden sie in den nächsten Tagen, werde ich sehr stolz darauf sein können, mit welcher ja schon unmenschlichen Willensstärke ich diesen Wettkampf gefinisht habe. UND auch noch in Jahren, wenn ich die wunderschöne Medaille vom Ironman in Nizza in der Hand halten werde, kann ich das mit Stolz und Zufriedenheit tun und das kann mir keiner nehmen, soviel ist sicher!!!!

In drei Wochen ist der Challenge in Roth, mal schaun in wieweit ich mich regenerieren kann!

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